KI-Kompass / Wissenskarten
Die eigene Website von außen prüfen lassen
Ein Agent, der nur den Code liest, sieht nicht, was im Browser passiert. REA („Reverse Engineer Anything“) ist ein Open-Source-Werkzeug, mit dem ein Agent wie Claude Code eine Seite im Browser öffnet und aufzeichnet, was sie lädt und sendet. Es kommt als MCP-Server, also als Schnittstelle, die dem Agenten zusätzliche Werkzeuge gibt, dazu mit einem Skill. Der Skill gibt dem Agenten vor, jede Aussage mit einem Beleg zu verknüpfen und als „gesehen“, „vermutet“ oder „unbekannt“ zu kennzeichnen.
Wozu
Du findest Fehler, langsame Stellen, eine kaputte Handyansicht und offene Schlüssel, bevor andere sie finden. Die Etiketten zeigen dir, welchen Punkten im Bericht du trauen kannst.
Schritte
- Den Skill und die Installationsanleitung lesen, bevor etwas läuft. REA legt einen Skill im globalen Claude-Ordner ab.
- Installieren, laut README mit
npx rea-agents setup(Node.js ab 22.19). In Claude Code mit/mcpprüfen, ob REA verbunden ist. - Den Prüfauftrag schreiben: Link zur Seite, was sie tun soll, „nur von außen prüfen, nicht den Code lesen“, Bericht mit Etiketten gesehen / vermutet / unbekannt.
- Geschwindigkeit und Layout prüfen lassen, auch in Handygröße.
- Auf offene Schlüssel und Passwörter prüfen lassen, Bericht nach Gefahr sortiert.
- Für den Code dahinter optional den Skill
security-auditvon Cloudflare nutzen. Er arbeitet mit mehreren Prüf-Agenten und einer unabhängigen Gegenprüfung. - Die Funde abarbeiten und neu prüfen. Was nur „vermutet“ ist, gilt erst nach einem Beleg als Fehler.
Grenzen
- REA sieht nur, was im Browser ankommt. Die Logik auf dem Server bleibt verborgen.
- Die Testseiten im Video waren absichtlich präpariert, zum Beispiel mit eingebauten Schlüsseln. Wie viel REA an einer echten Seite findet, ist offen.
- Nur eigene Seiten prüfen oder solche, für die du eine Erlaubnis hast. Laut README ist REA für Software gedacht, die man besitzt oder prüfen darf. Die im Video gezeigte Auswertung fremder Seiten gehört nicht dazu, ohne die Nutzungsbedingungen zu prüfen.
- Die Etiketten gesehen / vermutet / unbekannt nennt das Video (2:11–2:43, ein „vermutet“-Fall bei 9:46). Die Skill-Datei im Repo verlangt dasselbe mit anderen Worten: Beobachtungen, Schlüsse und Unbekanntes trennen. Die README nennt das Schema nicht.
- Der Cloudflare-Skill führt fremden Code laut README nur in einer abgeschotteten Umgebung aus (ohne Netz, mit festen Schreibpfaden). Fehlt sie, bleiben Funde unbestätigt. Laut README fand ein einzelner Lauf etwa die Hälfte dessen, was mehrere Läufe zusammen fanden.
- Beide Werkzeuge sind fremder Code mit weiten Rechten (Browser, Dateien). Vorher prüfen, siehe Verknüpfungen.
Verknüpfungen
- Fremde Skills prüfen: vor der Installation von REA und dem Audit-Skill.
- „Fertig“ nur mit Beleg: Das Etikett „gesehen“ ist ein Beleg, „vermutet“ ist keiner.
- Websites ohne KI-Einheitslook: Die Handyprüfung gehört dort zum Abgleich mit dem Entwurf.
Quellen
- AI LABS: GitHub’s #1 Trending Skill Is Insane (5 Use Cases), 15.10.2026, 1:38–4:20, 8:08–11:56 (präparierte Testseiten 10:51–11:23). Gesponsert von Firecrawl (6:31–7:22), dazu Eigenwerbung für AI Labs Pro
- Jack Roberts: 10 New Github Repos to Make Money in 19 mins, 12.10.2026, 12:19, 18:33–19:20. Mehrere Kurzlinks, nicht als Werbung gekennzeichnet
- GitHub: morluto/rea (MIT, README und Skill-Datei
.agents/skills/reverse-engineer-anything/SKILL.md) und cloudflare/security-audit-skill (MIT), abgerufen 16.10.2026
Stand
Geprüft 16.10.2026 · Reifegrad neu (Werkzeuge verfügbar, von mir nicht getestet)
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