Ein Werbespot in Motion Graphics, 31,5 Sekunden, in 16:9 und 9:16. Gebaut mit Claude Code.
Ergebnis
Ein Spot mit 31,5 Sekunden in acht Szenen, als 16:9-Master und als eigene 9:16-Fassung mit Hochkant-Layouts. Bis zur vierten Fassung flossen drei Feedback-Runden ein. Der Gesamtmix liegt bei −12 LUFS. Danach entstand ein zweites Video im Hochformat.
Ausgangslage
Das Gamer Stüble brauchte einen kurzen Werbespot. Dabei ging es auch um die Frage, wie weit Claude Code bei einem Werbespot kommt. Vorgegeben waren etwa 30 Sekunden Motion Graphics, das Original-Logo, eine Stimme von ElevenLabs, eine vorhandene Musikdatei und feste Lautheitswerte für Stimme, Musik und Gesamtmix. Alle Geräusche sollten selbst erzeugt sein. Die Inhalte sollten von der Website des Gamer Stüble stammen.
Was gebaut wurde
Der Spot hat acht Szenen:
- Das Logo setzt sich aus 63 Dreiecken zusammen.
- Ein Ladescreen „LADE LEVEL 01“.
- Stat-Karten zur Ausstattung: 10 Setups, Backforce-Stühle, Glasfaser, Klima.
- Ein Pause-Menü.
- Eine Montage auf den Beat: Konsolen, Flipper, Bar, Darts, Billard, Schlafplätze.
- Die private Lobby mit der Preisstaffel pro Person und Nacht.
- Die Tagline „Einchecken. Einloggen. Zocken.“
- Eine Endkarte mit „Jetzt buchen“.
Die 9:16-Fassung ist aus dem 16:9-Master abgeleitet, hat aber eigene Hochkant-Layouts. Die Werkzeugkette für Stimme, Sound, Mix, Grading und Render liegt als Skripte vor. So lässt sich jede Änderung neu rendern.
Das zweite Video. Danach entstand ein neues Video nur im Hochformat. Es reist durch die Grafik-Generationen der Spiele: 8-Bit, 16-Bit, frühes 3D, HD und heute. Die 3D-Epoche ist eine Szene in Three.js mit eigenem Shader. Die Musik ist ein einziges Thema, das mit jeder Epoche aufwendiger klingt. Bis zum Drop ist sie selbst komponiert und synthetisiert, danach spielt ein KI-Orchester von ElevenLabs Music. Zwei kurze Kamerafahrten erzeugte Kling 3 Pro aus Fotos der Website. Am Ende durchläuft der Logo-Hirsch alle Stufen von 8-Bit bis HD. Untertitel tragen jede Sprechzeile, das Video funktioniert also auch ohne Ton. Es gibt zwei Fassungen, „Die Quest“ und „Endlich zusammen“, dazu Kurzfassungen mit 30 Sekunden.
Die Videos zeigen, wie Feedback ankommt: Gehört habe ich, gemessen hat Claude Code. Claude Code kann Audio nicht hören, nur messen, und hat das jeweils dazugesagt.
Der Pokal. Für das Gamer Stüble habe ich außerdem einen Pokal für den 3D-Druck entworfen, aus mehreren Teilen: einer Schildplatte, einer Hirschfigur als Emblem und einem Standfuß. Aus dem Logo entstanden mit ImageToStl.com druckbare Reliefs. Der erste Entwurf saß noch auf einer heruntergeladenen Platte, danach habe ich das Wappen selbst in Fusion 360 konstruiert. Die Druckdateien sind für einen Original Prusa MK4S angelegt, die neueren mit MMU3 für den Mehrfarbendruck. Die Bilder zum Pokal sind Renderings dieser Dateien und Vorschauen aus PrusaSlicer.